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Radioaktive Belastung für Kinder und Jugendliche reduzieren

Susanne Gerber

09.06.2011

Für Japan geht es jetzt darum die katastrophalen Folgen für die Gesundheit zukünftiger Generationen zu reduzieren. Dazu mehrere Vorschläge wie die radioaktiven Belastungen für Kinder und Jugendliche reduziert werden kann.

1. Eltern sollten die Freiheit bekommen ihre Kinder in südliche Landesteile umsiedeln zu können. Eine Evakuierung in die hochbelastete Präfektur Ibaraki, wie derzeit gängige Praxis ist völlig unzureichend. Negativer sozialer Druck auf die Eltern kann durch eine öffentliche Diskussion und Anteilnahme reduziert werden. Die Bevölkerung aus unbelasteten Regionen muss bereit sein Kinder und Jugendliche aufzunehmen. Die Finanzierung muss von der Firma Tepco bereitgestellt werden. (Das gesagte gilt ebenso für schwangere Frauen)

2. Alle Schulen des Landes müssen unbelasteten Lebensmitteln erhalten. Grenzwert: 4 Bq/kg Nahrung des Leitnuklids Cäsium 137 (Strahlentelex Nr. 582 vom 5.4.2011). Die japanische Regierung ist gefordert diese auf dem internationalen Markt einzukaufen und den Schulen kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Die bisherigen Produzenten und Lieferanten müssen von der Firma Tepco entschädigt werden. Die Entsorgung der belasteten Lebensmittel ist ein riesiges Problem.

3. Milchvieh darf dieses Jahr (mindestens) in den Kantoregionen Chio und Tokoku nicht auf die Weide geführt werden. Die japanische Regierung ist gefordert unbelastetes Heu zur Verfügung zu stellen und zu finanzieren. Die dann unbenutzten Flächen sollten weiter Kultiviert werden, um die Belastung für das nächste Jahr zu reduzieren. Die Beseitigung des Grünschnittes ist ein riesiges Problem.

4. Japan braucht ein Regierungsprogramm um die zukünftigen Ernährungsprobleme zu lösen. (Wegfall von Blattgemüse, Wildpflanzen, Wildkräuter, Wildtiere, Pilze, Tee, Fische, Algen, und so weiter)

5. Die Präfekturregierungen sollten im Internet Kontaminationstabellentabellen aus einem möglichst dichten Messnetz zur Verfügung stellen um daraus Belastungslandkarten herstellen zu können zur Identifizierung radioaktiver Hotspots. Daraus ergeben sich Flächen, auf denen weiter Nahrungsmittel angebaut werden können und solche mit Nutzungseinschränkungen. Die Regierungen sollten bereitwillig Informationen aus der Zivilgesellschaft aufnehmen.

6. Eine Zensur findet nicht statt.

7. Bürgerinitiativen müssen sich gründen um das Heft in die Hand zu nehmen. Sie müssen eigene Messungen vornehmen und sich das Wissen zulegen wie mit radioaktiven Belastungen umzugehen ist.

8. „Die Menschen brauchen eine neue Art des Umgangs mit den Risiken der Radioaktivität, eine neue Art der Lebenskultur in radioaktiven Territorien“. (staatliches Chernobylkomitee Belarus zum Pilotprojekt ETHOS)

9. Alle gesellschaftlichen Akteure sollten daran mitarbeiten um zusammen mit den betroffenen Menschen pragmatische Strategien für den Alltag zu entwickeln. (z.B. strahlenarme Aufzucht von Tieren, strahlenarme Zubereitung von Nahrung)

11. In Ukraine und Russland werden die Cäsiumbelastungen der Menschen mit Apfelpektinkuren auf 2/3 reduziert.

12. Nach dem weglassen von Cäsium belasteter Nahrung reduziert sich die Körperbelastung nach 1 Monat um 15%, nach 6 Monaten ist sie nur noch sehr gering. (biologische Halbwertzeit)

13. Kinder und Jugendliche brauchen ein extra Trainingsprogramm und psychosoziale Betreuung. Radioaktivität können sie nicht hören, nicht sehen, nicht riechen, nicht schmecken und nicht fühlen.

http://de.indymedia.org/2011/06/309425.shtml

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