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power – strom und macht

Unwetter in Fukushima

Susanne Gerber

30.05.2011

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 216 Stundenkilometern bewegte sich Taifun „Songda” am Samstag vor der Küste Taiwans. Der genaue Verlauf des Taifuns sei noch nicht sicher vorauszusagen, aber bis Montag könnte der Sturm Japans Hauptstadt Tokio erreichen, warnt der japanische Wetterdienst. Im ungünstigen Falle zieht „Songda“ anschließend nördlich, wo nur 200 Kilometer entfernt das von Erdbeben und Tsunami zerstörte Atomkraftwerk Fukushima liegt. Die Katastrophengebiete im Nordosten Japans sind am Montag von heftigen Regenfällen heimgesucht worden. Teilweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an, wie lokale Medien berichteten. Die Behörden warnten vor möglichen Erdrutschen.Durch das Megabeben und den Tsunami vom 11. März habe sich der Boden gelockert. Die Behörden warnten deshalb vor Erdrutschen. Die starken Regenfälle liessen Flüsse bedrohlich ansteigen. Gebietsweise brach der Verkehr zusammen, weil wichtige Strassen überflutet wurden. Eine neue Gefahr der Ausbreitung radioaktiven Materials droht durch den tropischen Sturm und die zu starken Regenfälle auch in der Region.  Tepco gestand am Samstag ein, dass die Vorsichtsmaßnahmen gegen Wind und Regen am Kernkraftwerk ungenügend seien. Es sei nicht gelungen, die beschädigten Reaktoren abzudecken. Schwere Regenfälle erhöhen die Gefahr, dass radioaktives Wasser aus den Reaktorgebäuden tritt, in denen der Wasserstand schon hoch ist, auch durch Wind und Regen die Radioaktivität weiter verteilt werden. Heute hat Tokyo Electric Power (Tepco), seine Arbeiten außerhalb des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 vorläufig eingestellt. Begründet wurde dies mit den schlechten Wetterverhältnissen. Schwere Regenfälle und starke Winde würden die Arbeiten derzeit blockieren.  Die Gebäude und der Untergrund sind nicht stabil, die Gefahr, dass radioaktives Wasser aus dem Inneren des Kraftwerkes austritt, besteht aufgrund der steigender Wasserpegel und starken Regens. Daran ändert auch eine Barriere von Sandsäcken nichts, die um das havarierte AKW aufgestapelt wurde, um zu gewährleisten dass die Wassermengen die Kühlfunktion des AKWs nicht außer Betrieb setzen. Radioaktiv belastetes Materials gelangt durch Wind oder Regen bereits in verstärktem Maße in die Umgebung, obwohl Kunstharz in den letzten Wochen auf die Reaktoren und die Umgebeung gesprüht wurde.

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Einsortiert unter:Fukushima, Gefahr, Unfall

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